FAQ der Hobbybrauer

Häufig gestellte Fragen zum Bierbrauen

Du willst Bier selber brauen und hast Fragen? Wir haben die wichtigsten Themen rund um den Brauprozess auf einen Blick zusammengefasst.

Die Annahme besteht, dass Menschen Bier brauen, seit sie Getreide essen. Vergorener Brotteig war wohl der Ursprung für die Herstellung von dem, was wir heute als Bier bezeichnen. Allerdings wurde die hohe Kunst des Bierbrauens, die dem heutigen Prozess am nächsten kommt, im Mittelalter von Mönchen und Nonnen weiterentwickelt, die ein wohlschmeckendes Getränk als Begleitung zu ihren Mahlzeiten schaffen wollten.

In Deutschland ist die heimische Herstellung von Bier erlaubt, allerdings gibt es behördliche Regeln zu beachten: Jede Brautätigkeit muss dem zuständigen Hauptzollamt angezeigt werden. Grundsätzlich darf jeder Bürger Deutschlands bis zu 200 Liter pro Kalenderjahr feucht fröhlich brauen, ohne steuerlichen Verpflichtungen nachkommen zu müssen.

Um den Raum in die eigene Hausbrauerei umzuwandeln, bedarf es nur ein paar Gerätschaften oder die Brauanlagen aus unserem Shop. Zusätzlich werden Brausubstanzen wie Hopfen und Hefe benötigt. Die genauen Angaben entnimmt man am besten dem Rezept. Abschließend wird das Bier in Flaschen gefüllt, um zu gären. Habt also auch ein paar leere Flaschen parat. Das wichtigste, das ihr mitbringen solltet, sind Zeit und Geduld, denn gut Ding will Weile haben.

Kein Stress und Hektik, Bier braucht Zeit! Alleine der Brauprozess mit Maischen, Läutern und Kochen kann bereits bis zu 8 Stunden in Anspruch nehmen. Dann muss noch die Zeit für die Gärung in den Flaschen einberechnet werden. Diese kann weitere 2-3 Wochen in Anspruch nehmen. Für ein akzeptables Ergebnis kann man also grob mit vier bis sechs Wochen rechnen.

Hopfen, Hefe und Malz sind die wichtigsten Hauptbestandteile bei der Bierherstellung. Damit euer Bier geschmacklich auch ein voller Erfolg wird, ist es wichtig, qualitativ hochwertige Zutaten zu wählen. Achtet daher auf ausgewählte Bierbrauzutaten und lasst euch am besten beim Kauf von einem Fachmann beraten.

Hierfür kann es mehrere Gründe geben. Die häufigste Ursachen sind ein falsches Rezept oder ein zu hoher Anteil an Kohlensäure. Das Bier wurde zu stark karbonisiert und verliert dadurch sein Aroma.

Ein möglicher Grund hierfür kann eine fehlerhafte Nachgärung sein. In diesem Fall holst du die Flaschen am besten aus der Kühlung und lässt sie weitere sieben Tage bei Raumtemperatur gären.

Der nachsichtigste Grund hierfür wäre ein unsauber gespültes Glas, auf dem sich noch ein Fettfilm befindet. In der Regel liegt es aber daran, dass das Bier zu wenig Kohlensäure aufweist.

Diesem Problem dürfte schon jeder Hobbybrauer im Laufe seiner Karriere begegneten sein. Hier hilft leider auch kein Bitten und Flehen. Ist das Bier sauer, ist es hinüber. In den allermeisten Fällen kann das einer Kontamination aufgrund mangelnder Hygiene beim Brauen zuzuschreiben sein.

Das hängt von verschiedenen Einflussfaktoren ab und kann unterschiedlich viel Zeit in Anspruch nehmen. Das wichtigste hierbei ist, dass man dem Bier die Zeit zum gären lässt. Als Faustregel ist sich zu merken, dass die Gärung vollendet ist, sobald der gemessene Wert über drei Tage konstant bleibt.

Das ist genau richtig, denn Schaum ist ein Nebenprodukt der arbeitenden Hefe. Und keine Sorge, zum Schluss der Hauptgärung wird dieser so gut wie verschwunden sein.

Der wahrscheinlichste Grund ist eine zu niedrige Außentemperatur (< 18-22° C). Abhilfe kannst du schaffen, indem du die Heizung aufdrehst oder warme Luft in den Raum lässt. Eine weitere Ursache kann die zu geringe Zugabe von Hefe sein. Hier ist Geduld gefragt, denn der Gärprozess braucht dann einfach ein paar Tage länger.

Saubere Utensilien sind, wie Hopfen und Malz, beim Bierbrauprozess unabdingbar! Damit das Bier länger haltbar ist und keine Pilze bilden kann, muss das Zubehör mit einem Desinfektionsmittel gereinigt werden. Bis zu einer Stunde einwirken lassen, gründlich abspülen und schon kann es losgehen.

Nachdem du dein fertiges Bier in den Kühlschrank gestellt hast, ist es dort bis zu 12 Wochen haltbar. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass du sauber gearbeitet hast. Die Lagerung bei Zimmertemperatur verkürzt die Haltbarkeit auf 8 Wochen.

Schmecken
lassen!
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