Den richtigen Weinkühlschrank finden

Darauf solltet ihr beim Kauf achten

Dass Wein eine bestimmte Trinktemperatur braucht, damit sich die volle Aromenvielfalt entfalten kann, ist vielen bekannt. Ein Weinkühlschrank beherrscht im besten Fall wesentlich mehr als die bloße Kühlung - eine langfristige und vor allem sichere Lagerung ist für Weinliebhaber ein wichtiger Faktor bei der Auswahl eines Gerätes.

Design & Aufteilung

Vor dem Kauf sollte man zunächst überlegen, wie viele Flaschen eingelagert werden sollen. Denn: Je mehr Lagervolumen, desto größer ist meist auch der Weinkühlschrank. Darüber hinaus gilt es zu bedenken, ob man ein freistehendes oder ein Einbaugerät haben möchte. Ein weiteres Kriterium sind die Regalböden. Wie viele Böden werden benötigt, kann man sie für die Reinigung herausnehmen und werden die Flaschen liegend oder stehend gelagert? Neben der Funktionalität ist auch das Design des Kühlschrankes ein wichtiger Aspekt, schließlich sollen die edlen Topfen bestmöglich präsentiert werden. So gibt es Modelle mit Präsentationslicht oder Innenraumbeleuchtung.

Klimazonen & Temperatur

Wer vornehmlich eine Art von Wein trinkt, ist mit einem Kühlschrank mit einer Temperaturzone meist gut bedient. Wer aber beispielsweise Rotweine langfristig lagern möchte, gleichzeitig aber auch Weißweine immer perfekt gekühlt im Schrank haben will, für den empfiehlt sich ein Weinkühlschrank mit zwei separat einstellbaren Temperaturzonen. Wer in der Gastronomie tätig ist, der sollte sich überlegen, ob nicht sogar mehr als 2 Zonen notwendig sind, um auch Sekt oder Champagner zu der richtigen Trinktemperatur anbieten zu können.

Luftfeuchtigkeit

Die optimale Luftfeuchtigkeit, die man zum Beispiel in einem Weinkeller für die längere Lagerung von Weinflaschen findet, kann auch ein Weinkühlschrank gewährleisten. Wer seine Weine nachreifen lässt, der sollte auf eine Luftfeuchtigkeit zwischen 75 und 85% achten. Das ist besonders bei Weinflaschen mit Echtkorken wichtig, der bei zu geringer Luftfeuchtigkeit schrumpfen kann, Luft an den Wein lässt und ihn somit verdirbt. Auch Frischluftzufuhr spielt eine Rolle, die oft durch einen Aktivkohlefilter optimiert wird. Gerüche werden somit aus der Luft gefiltert und der Weingeschmack wird nicht beeinträchtigt.

Vibration

Ein Wein muss nicht nur gut temperiert werden, sondern braucht Ruhe! Wer einen Weinkühlschrank kauft, sollte auf verstellbare Füße achten, um einen sicheren Stand zu gewährleisten und somit Erschütterungen des Geräts und seines Inhaltes zu vermeiden. Der Grund dafür ist, dass sich jegliche Vibrationen negativ auf den Reifeprozess auswirken. Auch die Kühleinheit, die im Zusammenhang mit der Kompressoreinheit läuft, sollte ruhig laufen, um so wenige Vibrationen wie möglich zu verursachen. Auch die Platzierung ist wichtig. So sollte das Gerät zum Beispiel nicht direkt neben Kühlschrank oder Spülmaschine gestellt werden.

Licht

Beim Kauf eines Weinkühlschranks muss auch auf die Lichteinwirkung geachtet werden. Wenn ein Wein dauerhaft UV-Licht ausgesetzt ist, können Qualität und Aroma darunter leiden. Für Lichtschutz sorgen gut isolierte Glastüren mit UV-Schutz Filter. Die Ausstattung der Weinkühlschränke mit Innenraumlicht ist unbedenklich, da LED-Licht keine UV-Strahlung abgibt. Es spricht also nichts gegen ein tolles Design mit einer angenehmen Beleuchtung.

Lärmentwicklung

Nicht nur die Optik, sondern auch die Akustik sollte beim Kauf nicht vergessen werden. Ähnlich wie bei einem herkömmlichen Kühlschrank erzeugt auch der für die Kühlung im Weinkühlschrank zuständige Kompressor Geräusche. Stellt man das Gerät in einer Vorratskammer oder in der Garage ab, fällt dieser Punkt weniger ins Gewicht. Möchte man das Gerät allerdings in Küche oder Wohnzimmer platzieren, sollte man darauf achten, dass die Dezibel Angabe bei circa 40 dB liegt.

Energieeffizienzklasse

Vor der Anschaffung sollte man sich auch über die laufenden Kosten,also den Stromverbrauch des Weinkühlschrankes, im Klaren sein. Die Klassifizierung des Energieverbrauchs ist in 10 Stufen unterteilt. Die höchste Effizienz, also den geringsten Verbrauch, haben Geräte mit der Bezeichnung A+++. Die niedrigste Effizienz hat die Kennzeichnung G. Man sollte also eher zu Geräten mit Effizienzklasse A++ bis C tendieren, wenn man Strom einsparen möchte. Die Energieeffizienz gibt aber nicht den genauen Stromverbrauch an. So kann ein größerer Schrank bei gleicher Klassifizierung einen höheren Verbrauch haben als ein kleineres Modell. Möchte man den jährlichen Verbrauch seines Weinkühlschrankes errechnen, muss man einfach den Verbrauch in kWh mit dem aktuellen Strompreis seines Anbieters multiplizieren.

Sonderfunktionen

Einige Modelle bieten über die bereits genannten Funktionen hinaus auch noch einige Sonder-Features an. Besonders praktisch ist zum Beispiel eine Kindersicherung, die dem Kind keine Möglichkeit geben, an den Alkohol zu gelangen und gleichzeitig das wertvolle Gut im Inneren des Schrankes schützt. Eine derartige Sicherung kann zum Beispiel über eine Tastensperre mit PIN erfolgen.

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